
Leichtathletik
Ein Feuerwerk an Bestleistung in Hagen
U 14 Athletinnen klettern auf Rang 6 der Ladensmeisterschaften
27.09.2026
10 min
Was am gestrigen Samstag, 26. September, im Hagener Ischelandstadion geschah, hatten weder die U14 Athletinnen, noch ihre Trainer auch nur annähernd für möglich gehalten. Die als achtes und letztes Team qualifizierte weibliche U 14 steigerte sich gegenüber dem Qualifikationsdurchgang um sage und schreibe 331 Punkte und schob sich damit auf Rang 6 vor, nur ganz dicht hinter dem fünftplatzierten LC Paderborn.

Eine entscheidende Rolle für die Leistungssteigerung spielte dabei die Harmonie und der Zusammenhalt in der Gruppe. Die Teilnehmerinnen waren gemeinsam angereist und blieben bis zur Siegerehrung zusammen. In allen Disziplinen feuerten sie sich gegenseitig an, jubelten gemeinsam und trösteten sich, wenn einmal nicht alles geklappt hatte. Trost war jedoch nur selten nötig und wenn, dann nur, wenn die weichende Hochspannung mal einigen Tränen Platz machte.
Unter den vielen herausragenden persönlichen Bestleistungen sind die folgenden besonders erwähnenswert: Die Sprintstaffel in der Besetzung Lena Hose, Frida Eisenkopf, Anni Arens und Annabell Rötz, die mit 41,99 Sekunden erstmals unter der 42-Sekunden-Marke blieb.
Die Werferinnen mit dem 200-Gramm-Ball. Hier kämpften sich Neele Schell mit 38 Metern und Johanna Steinhoff mit 37,50 Metern nah an die 40-Meter-Marke heran. Line Kubina als Dritte im Bunde warf den Ball auf 29,00 Meter.
Dann kamen die Hochspringerinnen. Bereits bei den Westfälischen Landesmeisterschaften in Menden hatte Elin Kieserling, Annika Reichmann und Anni Rapior jeweils persönliche Bestleistung erzielt. In Hagen wuchsen sie erneut über sich hinaus. Anni verbesserte sich von 1,32 Metern auf 1,38 Meter, Elin von 1,36 Metern auf 1,42 Meter und Annika von 1,39 Metern auf ebenfalls 1,42 Meter.
Und die Mittelstrecklerinnen, die mit den größten Leistungssprüngen über sich hinauswuchsen und ihre bisherigen Bestzeiten um mehr als 10 Sekunden unterboten:
Lotta Scheiwe: 2:41,64 Minuten
Anne Arens: 2:43,44 Minuten
Elin Kieserling: 2:44,72 Minuten

Letzter Wechsel auf der Zielgeraden: Anni Arens gibt auf Annabell Rötz
Die mit Abstand meisten Punkte, jeweils mehr als 500, sammelten Frida Eisenkopf und Elin Kieserling im 60 Meter Hürdensprint: Frida mit 10,43 Sekunden und 534 Punkten und Elin mit 10,69 Sekunden und 513 Punkten. Damit schoben sich die beiden nebenbei auf die Ränge 4 und 6 der Westfälischen Rangliste vor.

Annika Reichmann

Elin Kieserling
Weitere Ergebnisse
75 Meter: Frida Eisenkopf 10,92 Sek., Lena Hose 11,07 Sek., Annabell Rötz 11,43 Sek
Weitsprung: Annabell Rötz 3,93 m, Lena Hose 3,88 m, Line Kubina 3,55 m
Staffel 2: Line Kubina, Annika Reichmann, Mila Piekarniak, Emilia Heuel 45,05 Sek.

Die Springstaffel 1 mit Annabell, Anni, Frida und Lena

Anni Rapior im Hochsprung

Das Team bei der Siegerehrung

Erster Wechsel über 4 x 50 m von Max Nauroth auf Hannes Bolken (Mitte in den gelben Trikots)
Auch die Jungen U12 hatten sich für die Teilnahme der besten acht westfälischen Teams qualifiziert und dabei so große Vereine wie LAC Veltins Hochsauerland und den USC Bochum distanzieren können. Eine Verbesserung der Platzierung gelang ihnen im Finale jedoch nicht. Die Gegner waren an diesem Tag zu stark.
Ein Achtungserfolg glückte ihnen jedoch gleich in der ersten Disziplin des Tages. Die 4 x 50 Meter Staffel sprintete in der Aufstellung Max Nauroth, Hannes Bolken, Adrian Heuel und Phileas Sayn in 30,40 Sekunden zu einer Jahresbestleistung und kassierte dafür 808 Punkte für die Teamwertung. Auch die zweite Staffel in der Aufstellung Paul Schauerte, Gaius Dornseifer, Lukas Will und Till Eisenkopf zog sich in guten 32,49 Sekunden achtbar aus der Affaire.
Im Weitsprung näherten sich Levin Heiken mit 3,84 Metern, Max Nauroth mit 3,73 Meter sowie Phileas Sayn mit 3,44 Metern jeweils ihren persönlichen Bestmarken, wenn auch Levin mit einem Satz jenseits der 4-Marke-geliebäugelt hatte.
Auch im Sprint brachte es Levin Heiken mit 345 Zählern in die Punktewertung mit guten 8,10 Sekunden über die 50 Meter. Zwei Ränge hinter ihm kam Hannes Bolken in 8,32 Sekunden ins Ziel und steuerte weitere 321 Punkte zur Teamwertung hinzu. Paul Schauertes bester Versuch lag immerhin bei 8,42 Metern.

Lukas, Phileas und Gaius mit Maskottchen Freddy

Ein Team mit starkem Zusammenhalt: Die U12 der Olper Leichtathletik
Etwas unter den Erwartungen blieben die Hochspringer, bei denen Adrian Heuel immerhin die Höhe von 1,20 Metern bezwang und über die 1,24 Meter nur sehr knapp scheiterte. Levin Heiken steuerte auch in dieser Disziplin mit einer Leistung von 1,16 Meter wertvolle Punkte zum Gesamtergebnis bei.
Die weitesten Würfe mit dem 80-Gramm-Ball erzielten, wie üblich, Phileas Sayn, dieses Mal mit 34 Metern und Johann Hengstebeck mit 30 Meter, während Paul Schauerte als Dritter im Bunde auf 26 Meter kam.
Trotz des langen Wettkampftages gaben Max Nauroth, Adrian Heuel und Till Eisenkopf noch einmal alles, als der Startschuss zum abschließenden 800 Meter Lauf erscholl. Max kam in 3:00,47 Minuten nahe an die 3-Minuten-Marke heran, während sich Adrian Heuel gegenüber den letzten Rennen stark verbessert zeigte. Seine Zeit betrug 3:01,77 Minuten. Till Eisenkopf zeigte sich hingegen stark verbessert. Dank eines hohen Trainingspensums in den letzten Wochen gelang ihm eine persönliche Bestzeit von 3:08,80 Minuten.
Wir danken hiermit allen Trainern, Sporthelfern, den Betreuern und den Eltern, die in den vergangenen Wochen zum Erfolg unserer Teams in der Qualifikation und im Finale beigetragen haben. Vor allem die Harmonie in den Gruppen war hervorragend. Die Ereignisse werden den Kindern in guter Erinnerung bleiben und sie motivieren, im kommenden Jahr wieder dabei zu sein.
Danke aber auch an alle Athletinnen und Athleten für den hohen Trainingsfleiß und den Einsatz in den Wettkämpfen.



