Leichtathletik

Junge Athletinnen aus Olpe waren auf den Punkt fit

Bestleistungen und gute Platzierungen bei den Westfälischen

21.09.2026

10 min

Nachdem vor und im Verlauf der Sommerferien die Athletinnen und Athleten der Klassen U16 und älter ihre Meisterschaften abgeschlossen haben, folgt der September mit den Wettkämpfen der U12 und U14. Um auch die jüngeren Jahrgänge angemessen und erfolgversprechend auf die Meisterschaften vorzubereiten, boten die Trainerinnen und Trainer ihnen auch im Verlauf der Sommerferien ein regelmäßiges Training an. Die Athletinnen U14 rechtfertigten die Initiative mit klasse Leistungen bei den Westfälischen Landesmeisterschaften, die am gestrigen Sonntag, 20.9., im frisch renovierten Mendener Huckenohl-Stadion ausgetragen wurden.

Links Frida Eisenkopf (Archivbild)

In der ersten Sprintdisziplin des Tages traten im Hürdensprint über 60 Meter Elin Kieserling und Frida Eisenkopf an. In sechs Vorläufen wurden die Finalteilnehmerinnen ermittelt. Nach Abschluss dieser Vorläufe stand fest, beide, Elin und Frida erreichen das Finale. Somit war der TV Olpe neben dem TV Wattenscheid der einzige Verein, der es mit zwei Sprinterinnen in den Endlauf geschafft hatte.

Links Elion Kiesrling (Archivbild), neben ihr Merle Kettner / CLV Siegerland

Frida hatte bereits im Vorlauf mit 10,55 Sekunden eine persönliche Bestzeit aufgestellt. Es war die zweitbeste Zeit aller Starterinnen. Das Ziel der Finalteilnahme war für sie deshalb ein Medaillenrang. Im hochspannenden Endlauf ging der Plan von Frida auf. Zwar war es im Ziel Rang 3, aber die Freude über einen Platz auf dem Siegerpodest war bei ihr, den Trainern und den mitgereisten Fans, groß. Elin Kieserling konnte sich im Finale sogar um satte 2/10 Sekunden steigern und kam mit 11,05 Sekunden auf Rang 6 und damit auf einen der begehrten 8 Urkundenränge. Eine Zeit in der Nähe ihrer persönlichen Bestleistung verhinderte der Gegenwind von 1,2 m/s.

Drei persönliche Bestleistungen im Hochsprung

Gleich drei Finalteilnehmerinnen starteten für die Olper Leichtathletik im Hochsprung. Und alle drei erzielten persönliche Bestleistungen:

Annika Reichmann mit 1,39 Metern auf dem Urkundenrang 6
Elin Kieserling mit 1,36 Metern auf dem Urkundenrang 8
Anni Rapior mit 1,32 Metern auf Rang 11.

Gegenüber der Setzliste verbesserte sich Anni damit um 5 Plätze nach vorn. Herzlichen Glückwunsch an die drei Höhenjägerinnen!

Werferinnen erkämpften sich sämtlich Urkundenränge

Bestens vorbereitet von ihrer Trainerin Paula Glasow gingen die beiden Werferinnen Neele Schell (Klasse W 13) und Johanna Steinhoff (Klasse W 12) in die Landesmeisterschaften. Paula konnte am Wettkampftag nicht selbst vor Ort in Menden sein, weil sie Aufgaben auf der Olper Muggelkirmes übernommen hatte. Sie und ihre Trainerkollegin Eva Steinhoff sowie Mutter Sylvia Schell organisierten jedoch eine Fernbetreuung über Videoanalysen. Technik und Erfindungsgeist machen es möglich.

Neele Schell und Johanna Steinhoff

Jonanna Steinhoff startete im Speerwurf nervös und schaffte nur mit Mühe das Finale der besten acht Speerwerferinnen ihrer Klasse. Mit dem Erreichen des Finales kam das Selbstbewusstsein für die verbleibenden drei Würfe zurück. Johanna steigertes sich von Versuch zu Versuch und erreichte im letzten Durchgang die Weite von 24,06 Metern.

Damit blieb sie nur den Hauch von 3 Zentimetern unter ihrer persönlichen Bestleistung und schob sich von Rang 8 auf Rang 5 vor. Neele Schell begann schon am frühen Vormittag mit dem Kugelstoßen. Es hatte zu regnen begonnen und der Abstoßring war glitschig. Neele trotzte jedoch den widrigen Verhältnissen und stieß ihr 3 Kilogramm schweres Arbeitsgerät im fünften Versuch auf ihre Tagesbestweite von 8,64 Metern. Dies bedeutete gleichzeitig persönliche Bestleistung und Rang 5 in der starken Konkurrenz. Im Speerwurf legte Neele um die Mittagszeit nach, und dies bei inzwischen strömendem Regen. Schlechte Voraussetzungen für die Werferinnen. So war es nicht verwunderlich, dass Neele mit der Weite von 23,73 Metern deutlich unter ihrer persönlichen Bestmarke blieb. Unter den schlechten Bedingungen litten jedoch alle Teilnehmerinnen gleichermaßen, so dass es für Neele am Ende zu einem ausgezeichneten Urkundenrang 7 reichte.

Als jüngste Staffel, weil ausschließlich mit dem jüngeren Jahrgang 2014 der Doppelaltersklasse U14 besetzt, startete das Olper Quartett in der Aufstellung Frida Eisenkopf, Annika Reichmann, Anni Arens und Elin Kieserling über die Distanz von 4 x 75 Meter. Sehr gut vorbereitet von Trainerin Julia Springob erzielte das Team mit dem Ergebnis von 42,59 Sekunden eine Jahresbestleistung, konnte damit jedoch nicht in das Rennen um die Medaillenränge eingreifen. Entscheidend für das schöne Ergebnis war der explosive Start von Frida Eisenkopf, starke läuferische Darbietungen aller Sprinterinnen und die durchweg gelungenen Wechselvorgänge. Im kommenden Jahr gehört das Team zum älteren Jahrgang der Doppelaltersklasse U14 und will das tun, was allen Olper Staffeln seit vielen Jahren eigen ist, nämlich der Griff nach einer Medaille.